Versicherungsfunk Update 25.03.2025

Die Themen im heutigen Versicherungsfunk Update sind:

Tarifverhandlungen 2025 starten für Innendienst-Beschäftigte

Am 21. März 2025 starteten in München die Tarifverhandlungen für rund 183.000 Innendienst-Beschäftigte der Versicherungsbranche. Im Fokus der ersten Runde stand der Austausch zu wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Während ver.di unter anderem 12 % mehr Gehalt und Verbesserungen für Auszubildende fordert, warb der Arbeitgeberverband AGV für einen moderaten Abschluss und eine längere Laufzeit. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 28. April in Frankfurt statt.

Generali stellt Vorstand der Dialog Versicherungen neu auf

Zum 1. April 2025 übernimmt Tamara Pagel den Vorstandsvorsitz der Dialog Versicherungen und wird damit CEO beider Dialog-Gesellschaften. Neu im Vorstandsteam sind außerdem Tanya Waeber als Chief Insurance Officer P&C und Daniel Spooren als CFO. Die personellen Veränderungen sollen die strategische Neuausrichtung des Maklerversicherers der Generali Deutschland AG unterstützen.

Laut AfW-Umfrage verzichtet jeder Fünfte auf Gewerbeversicherungen

Laut dem aktuellen Vermittlerbarometer des AfW verzichten rund 20 % der Vermittlerinnen und Vermittler vollständig auf das Gewerbegeschäft. Als Hauptgründe werden der hohe Beratungsaufwand, komplexe Produkte und mangelnder Service seitens der Versicherer genannt. Standardisierte Prozesse, fehlende persönliche Ansprechpartner und lange Schadenbearbeitungszeiten erschweren laut Umfrage die Betreuung gewerblicher Kunden. Der AfW sieht darin sowohl Herausforderungen als auch Chancen für Versicherer mit starkem Vermittlerservice.

BVK begrüßt Start des Trilogs zur EU-Kleinanlegerstrategie

Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) begrüßt den Beginn des Trilogverfahrens zur EU-Kleinanlegerstrategie (Retail Investment Strategy, RIS). BVK-Präsident Michael H. Heinz spricht sich für eine Entbürokratisierung im Sinne einer stärkeren Beteiligung von Privatanlegern aus. Die Integration der RIS in die geplante EU-Spar- und Investitionsunion wird derzeit geprüft. Eine finale Entscheidung soll bis zum dritten Quartal 2025 getroffen werden.

Debeka fordert Reform der Pflegeversicherung

Die Debeka fordert angesichts wachsender Finanzierungslücken in der gesetzlichen Pflegeversicherung umfassende Reformen. Eine repräsentative Umfrage zeigt: 88,6 % der Deutschen halten die gesetzliche Absicherung im Pflegefall für unzureichend. Die Debeka spricht sich für eine stärkere Förderung kapitalgedeckter Vorsorgemodelle aus und warnt vor steigenden Eigenanteilen für Pflegebedürftige.

DEVK-Vorstand geht in den Ruhestand

Nach über 25 Jahren bei der DEVK und mehr als zwei Jahrzehnten im Vorstand verabschiedet sich Bernd Zens Ende März in den Ruhestand. Seine Verantwortungsbereiche – darunter Kapitalanlagen, Rückversicherung und Schadenmanagement – werden künftig auf Annette Hetzenegger, Gottfried Rüßmann und Dr. Michael Zons aufgeteilt. Zens bleibt der DEVK jedoch als Geschäftsführer der Tochtergesellschaft hylane und in einzelnen Aufsichtsratsmandaten verbunden.

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