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    Versicherungsfunk Update 19.09.2023

    Die Themen im heutigen Versicherungsfunk Update sind:

    Ergo mit neuer Wohngebäudeversicherung

    Die Ergo bietet ab sofort eine neue Wohngebäudeversicherung an. Im Fokus steht die Absicherung von Naturgefahren und klimaschonenden Energien. Der Versicherer will alle Elementargefahren und Sturm / Hagel in einer All-in-One-Lösung absichern. Dabei sollen Investitionen für Modernisierungs- oder Präventionsmaßnahmen mit Nachlässen belohnt werden.

    Arag gibt Schadenfreiheitsrabatt im Gewerbemarkt

    Die Arag hat ein neuartiges Verbundprodukt für Freiberufler, Selbstständige und Gewerbetreibende auf den Markt gebracht. Das Kombipaket soll Rechts-, Sach- und Haftpflichtschutz bündeln und ein Schadenfreiheitsrabattsystem beinhalten.

    Geschäftsklima für Selbstständige kühlt immer mehr ab

    Das Geschäftsklima für Selbstständige hat sich zum fünften Mal in Folge verschlechtert. Das ergibt die aktuelle ifo-Befragung für dieses Segment. Der Index sank im August auf minus 19,9 Punkte, nach minus 16,4 im Juli. „Die Lage in der deutschen Wirtschaft ist angespannt“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „Für die Selbstständigen steigt die Gefahr, in einen Abwärtsstrudel zu geraten.“

    E-Scooter: Viele Unfälle durch Leih-Flotten

    E-Scooter in Leih-Flotten verursachen deutlich mehr Unfälle als privat genutzte Scooter. Insgesamt kam es 2022 mit rund 571.000 versicherten E-Scootern in privater Hand zu etwa 1.850 Schäden, während 193.000 Leih-Scooter rund 2.350 Schäden verursachten. Das geht aus einer Analyse des GDV hervor.

    Signal Iduna: IT-Vorstand startet im Oktober

    Bereits zum 1. Oktober 2023 wird Dr. Stefan Lemke neuer IT-Vorstand der Signal Iduna Gruppe. Zunächst war sein Start für den 1. Januar 2024 geplant. Er wird unter anderem den Betrieb der technischen Infrastruktur, die Softwareentwicklung und die Informationssicherheit verantworten. Im Dezember 2017 begann der gebürtige Rheinländer bei der Axa Deutschland. Als Vorstandsmitglied und Chief Information Officer war er dort bis Ende August 2023 zuständig für das Ressort Informationstechnik und Digitalisierung.

    Vorgaben zur Nachhaltigkeitsabfrage nach MiFID weltfremd und nicht umsetzbar

    Der Vermittlerverband AfW kritisiert die Vorgaben zur Nachhaltigkeitsabfrage in Beratungsgesprächen zu Finanzanlagen. Diese seien „weltfremd und nicht umsetzbar“. Demnach seien die regulatorischen Vorgaben für die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen beim Kunden derart überkomplex, dass es weder in der Breite der Vermittlerschaft noch bei den Kunden eine Bereitschaft dazu gibt, sich diesem Abfrageprozess auszusetzen. Das hat der AfW im Rahmen einer Stellungnahme an die europäische Regulierungs- und Aufsichtsbehörde für Finanzmärkte der EU kommuniziert.

    Versicherungsfunk Update 18.09.2023

    Die Themen im heutigen Versicherungsfunk Update sind:

    R+V baut Italien-Geschäft aus

    Die italienische Versicherungstochter der R+V, Assimoco, hat mit der größten italienischen Bankgenossenschaft ICCREA eine exklusive Vertriebspartnerschaft geschlossen. Damit wird die Position der Assimoco als genossenschaftlicher Versicherer in Italien ab 2024 deutlich gestärkt.

    Trade Republic startet mit Anleihenhandel in neuer App

    Anleihen erfordern in der Regel ein Mindestinvestment von 1.000 Euro und sind somit für viele Menschen oft nicht bezahlbar. Darüber hinaus ist der Anleihemarkt unübersichtlich und es fällt schwer, die liquiden Produkte zu finden. Als erster Broker in Europa bietet Trade Republic nun täglich 500 liquide Staats- und Unternehmensanleihen an, in die ab 1 Euro investiert werden kann. Zu den gewohnten Konditionen. Es fällt für den Handel keine Orderprovision an, für die Abwicklung gilt die Fremdkostenpauschale von 1 Euro.

    Die meisten digitalen Abschlüsse weiter in der Schaden-/Unfallversicherung

    Im Versicherungsvertrieb kommt jeder dritte Online-Abschluss aus dem Bereich der Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherung. Der Neugeschäft-Anteil der im Netz abgeschlossenen Policen lag hier 2022 bei 13 Prozent. Zwei Jahre zuvor waren es noch 11 Prozent. „Das Annex- oder auch Embedded-Insurance-Geschäft spielt dabei eine besondere Rolle“, sagt der Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen.

    Axa XL ernennt Anthony Dagostino zum Global Chief Cyber Underwriting Officer

    Axa XL hat die Ernennung von Anthony Dagostino als Global Chief Cyber Underwriting Officer, Commercial Lines bekannt gegeben. In dieser neu geschaffenen Position wird er von New York aus an Libby Bennet berichten. Sie ist Chief Underwriting Officer von Axa XL.

    W&W-Gruppe setzt Wachstumskurs fort

    Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2023 ihren Wachstumskurs unverändert fortgesetzt. Der Konzernüberschuss des Finanzdienstleisters stieg im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 145,7 Millionen Euro um 24 Prozent auf 180,7 Millionen Euro.

    CyberDirekt erweitert Team

    CyberDirekt hat die beiden Incident-Response Spezialisten Uwe Grams und Vincent Rockenfeld an Bord geholt. Beide Cyber-Security-Experten blicken auf langjährige Erfahrung in der Bewältigung von Cyber-Krisen auch aus Schadensfällen der Cyberversicherung zurück. Diese Erfahrungswerte werden zum Vorteil aller Versicherungsnehmer und Kooperationsmakler in das Kerngeschäft von CyberDirekt einfließen.

    Versicherungsfunk Update 15.09.2023

    Die Themen im heutigen Versicherungsfunk Update sind:

    Berufsunfähigkeitsversicherung: Beim Abschluss hat der Vermittler deutlich die Nase vorn

    Erstmalig greift die Continentale-Studie 2023 das Thema „Arbeitskraftabsicherung“ auf. Die Ergebnisse zeigen: Beim Abschluss einer BU-Versicherung ist der persönliche Kontakt am wichtigsten. Und zwar mit Abstand: Mehr als die Hälfte gibt hier den Vermittler vor Ort als bevorzugte Option an. Das gilt auch für die Generation Z (45 Prozent). Vergleichsportale schneiden mit 19 Prozent deutlich schlechter ab.

    Deutsche Familienversicherung wächst weiter

    Die DFV Deutsche Familienversicherung AG wächst im ersten Halbjahr um 8 Prozent. Zu diesem Wachstum trugen die Sparten Krankenzusatz (+5 %) und Schaden/Unfall (+ 25 %) bei.

    Ferienimmobilien-Umfrage: Die häufigsten Schäden

    Im Auftrag des Spezialversicherers Hiscox befragte das Marktforschungsinstitut Appinio im Juli 2023 über 400 Menschen aus ganz Deutschland, die eine Ferienimmobilie besitzen. Die Umfrage-Ergebnisse zeigen u.a., welche Schäden besonders häufig auftreten. Über ein Viertel (26,3 Prozent) konnte bereits einen Schaden an der eigenen Immobilie verzeichnen. 38,1 Prozent davon gehen auf das Konto von Unwetter, 31,4 Prozent werden durch Mieterinnen und Mieter verursacht, und 22,9 Prozent durch Einbrüche. Durch teils lange Leerstände werden diese Schäden oft erst sehr spät erkannt, und deren Behebung kann aufgrund der Entfernung zum Erstwohnsitz mit erheblichem Aufwand verbunden sein.

    Deutsche Rück erweitert Leben-Rückversicherungsgeschäft

    Die Deutsche Rückversicherung AG wird ab 2024 auch Leben-Rückversicherungsgeschäft in Ländern der Region Middle East und Nordafrika schreiben. Mit diesem Schritt setzt die Deutsche Rück Gruppe ihre Strategie der schrittweisen Internationalisierung ihres Geschäfts fort.

    Deutsche stehen unter Stress

    Das Stresslevel in Deutschland bleibt auch nach der Pandemie auf einem hohen Niveau. Dies zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung des auf Berufsrisiken spezialisierten Versicherungsunternehmens Swiss Life Deutschland und des Meinungsforschungsinstituts YouGov: Insgesamt bewerten 61 % der befragten Menschen ihr Stressempfinden als sehr hoch oder eher hoch. Besonders betroffen sind Studierende (67 %) und Auszubildende (66 %). Unter den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern klagt mehr als jeder Zweite (51 %) über eine zu hohe mentale Belastung.

    Neue Studie: Was leisten sich die Deutschen noch?

    Ein zentrales Ergebnis einer Umfrage ist, dass 68 Prozent der hier Lebenden das Gefühl haben, sich weniger leisten zu können als vor Corona und Inflation. Das trifft besonders stark auf diejenigen zu, deren Haushaltsnettoeinkommen unter 2000 Euro monatlich liegt. In dieser Gruppe sind es rund vier Fünftel, die glauben, sich weniger leisten zu können. Die Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Lowell, einem Anbieter im Forderungsmanagement, durchgeführt.

    Versicherungsfunk Update 14.09.2023

    Die Themen im heutigen Versicherungsfunk Update sind:

    Exklusiv-Interview mit Martin Gräfer

    „Die Zeit der Bots ist vorbei, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat“, ist Martin Gräfer, Vorstand bei die Bayerische, überzeugt. Zudem glaubt er, dass die persönliche Kommunikation „massiv zunehmen“ werde. Wie Gräfer zu diesen Ansichten kommt, hören Sie im Exklusiv-Interview zur Zukunft der Versicherungsbranche im Jahr 2030 unter www.versicherungsbote.de/2030

     „Maklers Lieblinge 2023“: Die Top-5 MVP

    Laut procontra-Umfrage „Maklers Lieblinge 2023“ ist ‚professional works‘ von DEMV / Fonds Finanz das am häufigsten genutzte Maklerverwaltungsprogramm (MVP). 20,8 Prozent der Befragten stimmten für dieses MVP. Es folgen: ‚Ameise‘ von Blau Direkt (11,2 %), ‚meinMVP‘ von digital broking (5,9 %), ‚Maxoffice‘ von Maxpool (5,8 %) und ‚FinanzOffice‘ von Smart InsurTech AG (3,6 %).

    Neuerungen in der bessergrün-Geschäftsführung

    Zukünftig bilden Holger Iben, Abteilungsleiter des Maklervertriebs der Itzehoer Versicherungen, und Daniel Feddermann, Abteilungsleiter des Maklervertriebs der NV-Versicherungen, gemeinsam mit Henning Bernau von der NV und Thomas Vogel von AdmiralDirekt die Geschäftsführung der bessergrün GmbH. Anlass für die Veränderungen ist das altersbedingte Ausscheiden von Gründungsmitglied und Geschäftsführer Frederik Waller.

    Hannover Rück: Weitere Preiserhöhungen

    Die Hannover Rück geht von weiteren Preiserhöhungen und verbesserten Konditionen in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar 2024 in der Schaden-Rückversicherung aus. Gründe hierfür sind die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, die steigende Frequenz und Schwere von Naturkatastrophenschäden sowie unverändert hohe Inflationsraten und soziale Inflation. Infolgedessen haben sich die Schadenleistungen der Erst- und Rückversicherer deutlich erhöht und die Hannover Rück geht davon aus, dass der langjährige Trend zu höheren Schadenleistungen weiter anhält.

    Hohe Versicherungsschäden durch Unwetterserie Ende August

    Die Versicherungswirtschaft zieht eine erste Bilanz der schweren Unwetter Ende August. „Wir gehen derzeit von versicherten Schäden von insgesamt gut 900 Millionen Euro aus“, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. „Für den gesamten August summieren sich damit die Schäden durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmungen auf 1,5 Milliarden Euro.“ In der Statistik enthalten sind Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben über 550 Millionen Euro für die Unwetterserie Ende August beziehungsweise 950 Millionen Euro für den gesamten Monat. In der Kfz-Versicherung fielen Schäden in Höhe von 350 Millionen beziehungsweise 550 Millionen Euro an.

    Sterbefallzahlen im August 2023

    Im August sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 78.521 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt im Bereich des mittleren Wertes (Median) der Jahre 2019 bis 2022 für diesen Monat (+1 %). Somit war der Verlauf der Sterbefallzahlen in den Sommermonaten dieses Jahr insgesamt unauffällig – in den Vorjahren wurden in dieser Jahreszeit unter anderem aufgrund von Hitzewellen zum Teil deutlich größere Abweichungen von den üblichen Verlaufsmustern festgestellt.

    Exklusives Interview mit Martin Gräfer über die Zukunft der Versicherungsbranche im Jahr 2030

    Martin Gräfer, Vorstand bei die Bayerische, ist überzeugt: „Die Zeit der Bots ist vorbei, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat.“ und „Die persönliche Kommunikation wird massiv zunehmen.“ Und das sind nur zwei Punkte über die wir ausführlich mit ihm im Exklusiv-Interview zur Zukunft der Versicherungsbranche im Jahr 2030 (und manchmal auch etwas später) sprechen.

    Wie sieht die Versicherungsbranche am 3. Februar 2030 aus? Diese Frage stellten wir im vergangenen Jahr der Branche und uns erreichten eine Vielzahl an Antworten. Außerdem sprachen wir darüber mit den Verantwortlichen bei Google, Meta oder IBM und dazu noch mit Zukunftsforschern, Professoren und verschiedensten Experten. Woraus am Ende eine gleichnamige Podcast-Trilogie entstand.

    In diesem Jahr sprechen wir den Vorständen der Versicherungsbranche ausführlich über das gleiche Thema. So waren bereits Thomas Bischof, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine Versicherung AG, oder Mark Klein, Chief Digital Officer der ERGO, zu Gast.

    Dieses Mal sprachen wir mit Martin Gräfer, Vorsitzender des Vorstands von die Bayerische Allgemeine Versicherung AG, u.a. über die folgenden Themen:

    • Die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan und warum sich Deutschland nicht verstecken muss?

    • Wie man eine Japanreise mit Hilfe von TikTok plant und alles sieht, was man gesehen haben sollte?

    • Warum die Zeit der Bots schonwieder vorbei ist, die Bayerische schon im vergangenen Jahr die Investitionen in Chatbots gestoppt hat und worin sie stattdessen investieren?

    • Was eine größere Gefahr als die Big-Techs für die Versicherungsbranche ist, als die Big-Techs wie Amazon, Google, Meta & Co.?

    • Warum die persönliche Kundenkommunikation massiv zunehmen wird?

    • Wie sieht 2030 ein typischer Beratungsprozess in der Branche aus?

    • Warum Vermittler in Zukunft mehrere Avatare haben, die dann für sie beraten werden?

    • Werden Kunden in Zukunft Versicherungen über Sprachassistenten abschließen und werden Alexa & Co. die Beratung übernehmen?

    • Wie wird 2030 eine Schadenmeldung im Idealfall ablaufen?

    • Warum die Regulatorik und insbesondere die DSGVO gut ist und auch in Zukunft gut sein wird.

    • Wird das Metaverse 2030 ein Standard-Kommunikationskanal sein?

    • Welche neuen Versicherungsprodukte wird es in der Virtual Reality geben?

    Außerdem redeten wir darüber, wie er seine Japanreise via TikTok geplant hat, wo das Problem bei Autoherstellern und den Daten der Fahrer liegt und warum die Zeit der Bots vorbei ist, bevor sie überhaupt richtig begonnen hat. Abschließend beantwortet auch Martin Gräfer die Frage, wieviel Faxe die Bayerische und die Versicherungsbranche am 3. Februar 2030 versenden wird und was er seinem Zukunfts-Ich sagen möchte.