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Veröffentlicht am 12. März 2022 von slh1b6
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Handwerk, Hightech und Heimat: Neben künstlicher Intelligenz ist mir auch menschliche Intelligenz ganz wichtig
byMarKo Petersohn & Versicherungsbote

Dr. Rainer Reitzler (Münchener Verein) zur Zukunft der Versicherungsbranche

In dieser Folge von „Die Versicherungsbranche in 2030 Tagen“ spricht MarKo Petersohn mit Dr. Rainer Reitzler, CEO der Münchener Vereinsversicherungsgruppe, über die Frage, wie die Branche in 2030 Tagen – also im Jahr 2031 – aussehen wird. Reitzler entwirft dabei kein disruptives Zukunftsszenario, sondern beschreibt eine Entwicklung hin zu mehr Digitalisierung, mehr Effizienz und gleichzeitig einer weiterhin zentralen Rolle persönlicher Beratung.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die gesamte Wertschöpfungskette. Reitzler erwartet Effizienzgewinne „vom Vertriebsmomentum bis zum Schaden“, etwa bei der Korrespondenzbearbeitung oder bei standardisierten Leistungsfällen. Gleichzeitig betont er klar die Grenzen der Technologie: „Gerade bei großen existenziellen Themen … da wird die KI an ihre Grenzen stoßen.“ Neben künstlicher Intelligenz bleibe für ihn deshalb „menschliche Intelligenz“ entscheidend – insbesondere bei komplexen Schäden oder beratungsintensiven Risiken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Vertriebs. Reitzler beschreibt eine Spreizung des Marktes in „einfache, schnelle, digitale Produkte“ und beratungsintensive Lösungen. Als Beispiel für den digitalen Weg nennt er die Zahnzusatzversicherung, die „sehr, sehr positiv im Neugeschäft läuft“ – mit bald „über 100.000 Verträgen netto Neugeschäft im Jahr“. Solche Produkte ließen sich „einfach abschließen“ und online servicieren. Bei gewerblichen Policen oder komplexen Absicherungen hingegen gelte weiterhin: „Dieses Momentum eines digitalen Leads wird … eine echte Beratung benötigen.“

Zugleich betont Reitzler die klare Positionierung des Münchener Vereins im Handwerk. Das Unternehmen sei „aus dem Handwerk mal entstanden 1922“ und setze weiterhin auf Spezialisierung. Entscheidend sei, dass Berater die Zielgruppe wirklich verstehen: „Das macht da einen großen Unterschied, ob ich jetzt XY, Feld-, Wald- und Wiesenmakler oder Berater bin oder ob ich mich zum Beispiel jetzt in unserer Kernzielgruppe des Handwerks wirklich auskenne.“

Darüber hinaus spricht Reitzler über die künftige Marktstruktur. Er geht davon aus, „dass die Anzahl der Versicherer weniger sein wird“, bewertet den Insurtech-Hype nüchtern und sieht auch bei Big Tech keine dominante Verdrängung klassischer Anbieter. Gleichzeitig verfolgt der Münchener Verein ambitionierte Wachstumsziele und will „bis zum Jahr 2030, die erste Milliarde bei den Beiträgen umrunden“.

Für Reitzler liegt die Zukunft der Branche in einer klaren Verbindung aus Spezialisierung, Technologie und persönlicher Expertise. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die gesamte Wertschöpfungskette. Reitzler erwartet Effizienzgewinne „vom Vertriebsmomentum bis zum Schaden“, etwa bei der Korrespondenzbearbeitung oder bei standardisierten Leistungsfällen. Gleichzeitig betont er klar die Grenzen der Technologie: „Gerade bei großen existenziellen Themen … da wird die KI an ihre Grenzen stoßen.“ Neben künstlicher Intelligenz bleibe für ihn deshalb „menschliche Intelligenz“ entscheidend – insbesondere bei komplexen Schäden oder beratungsintensiven Risiken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zukunft des Vertriebs. Reitzler beschreibt eine Spreizung des Marktes in „einfache, schnelle, digitale Produkte“ und beratungsintensive Lösungen. Als Beispiel für den digitalen Weg nennt er die Zahnzusatzversicherung, die „sehr, sehr positiv im Neugeschäft läuft“ – mit bald „über 100.000 Verträgen netto neugeschäftet im Jahr“. Solche Produkte ließen sich „einfach abschließen“ und online servicieren. Bei gewerblichen Policen oder komplexen Absicherungen hingegen gelte weiterhin: „Dieses Momentum eines digitalen Leads wird … eine echte Beratung benötigen.“

Zugleich betont Reitzler die klare Positionierung des Münchener Vereins im Handwerk. Das Unternehmen sei „aus dem Handwerk mal entstanden 1922“ und setze weiterhin auf Spezialisierung. Entscheidend sei, dass Berater die Zielgruppe wirklich verstehen: „Das macht da einen großen Unterschied, ob ich jetzt XY, Feld-, Wald- und Wiesenmakler oder Berater bin oder ob ich mich zum Beispiel jetzt in unserer Kernzielgruppe des Handwerks wirklich auskenne.“

Darüber hinaus spricht Reitzler über die künftige Marktstruktur. Er geht davon aus, „dass die Anzahl der Versicherer weniger sein wird“, bewertet den Insurtech-Hype nüchtern und sieht auch bei Big Tech keine dominante Verdrängung klassischer Anbieter. Gleichzeitig verfolgt der Münchener Verein ambitionierte Wachstumsziele und will „bis zum Jahr 2030 … die erste Milliarde bei den Beiträgen umrunden“.

Für Reitzler liegt die Zukunft der Branche in einer klaren Verbindung aus Spezialisierung, Technologie und persönlicher Expertise. Standardisierte Prozesse werden digitaler und schneller, komplexe Risiken bleiben beratungsintensiv.

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