
Das Audiomagazin der Versicherungsbranche
Steffen Ritter zur Versicherungsbranche in 2030 Tagen
„Wir werden mehr nerdige Vermittler haben, die ihre Abläufe prozessual aufsetzen, die ihre Kunden digital gewinnen, die ihren Kunden automatisierten Service bieten.“
So beschreibt Steffen Ritter den Versicherungsvermittler des Jahres 2032. Der Geschäftsführer des Instituts Ritter begleitet Vermittlerbetriebe seit Jahrzehnten und beobachtet einen grundlegenden Wandel: Der klassische, intuitive Verkäufertyp verliert an Bedeutung. Erfolgreich werden vor allem Vermittler sein, die ihre Arbeit systematisch organisieren, Prozesse automatisieren und ihre Leistungen skalierbar aufbauen.
Im Gespräch mit MarKo Petersohn geht es unter anderem um folgende Fragen:
• Warum wachsen junge Vermittler schneller, wenn sie „in 1 zu N denken“?
• Welche Aufgaben übernehmen künftig KI-Mitarbeiter, Assistenten und Avatare?
• Warum benötigen besser informierte Kunden weiterhin persönliche Beratung?
• Welche neuen Fähigkeiten werden für Vermittler entscheidend?
• Wie müssen Versicherer Recruiting und Nachwuchsgewinnung verändern?
Ritter erwartet, dass Kunden künftig mehr Informationen zur Verfügung haben, dieses Wissen aber häufig nicht auf ihre persönliche Situation übertragen können. Die Aufgabe des Vermittlers verschiebt sich deshalb: Er muss weniger reines Wissen vermitteln und stärker einordnen, konkretisieren und individuelle Lösungen entwickeln.
Auch künstliche Intelligenz wird Teil der Kundenbetreuung. Sie kann Termine organisieren, Informationen erfassen, Services übernehmen und Gespräche vorbereiten. Die eigentliche Beratung bleibt für Ritter jedoch menschlich:
„Den Avatar wirst du als helfende Hand, als Dienstleister, als Terminmacher oder als Vorgespräch akzeptieren, aber nicht in der eigentlichen Beratung.“
Eine Folge über Automatisierung, persönliche Beratung und die Fähigkeiten, die Vermittler benötigen, um im Jahr 2032 zu den Gewinnern zu gehören.
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